Therapie

Psychotherapie bei Persönlichkeits­störungen

Für Privatversicherte und Selbstzahler

Persönlichkeitsstörungen betreffen tief verwurzelte, über lange Zeit bestehende Verhaltens-, Denk- und Erlebensmuster. Sie beeinflussen massiv, wie ein Mensch sich selbst wahrnimmt, Gefühle reguliert und mit anderen Menschen in Beziehung tritt. Oft führen diese starren Muster zu wiederkehrenden Konflikten im Alltag, im Beruf oder in Beziehungen sowie zu einem hohen inneren Leidensdruck.

Bei Psymondo biete ich dir eine fundierte Begleitung, um diese Schemata zu verstehen, flexibler zu gestalten und tragfähige Wege im Umgang mit dir selbst und anderen zu entwickeln.

Illustration: Therapiegespräch in einer hellen Praxis

Kurzer Überblick über die verschiedenen Persönlichkeits­störungen

Persönlichkeitsstörungen werden in der klinischen Psychologie typischerweise in drei Hauptgruppen (Cluster) unterteilt:

Cluster A: „Sonderbar / Exzentrisch“

  • Paranoide Persönlichkeitsstörung: Anhaltendes, tiefgreifendes Misstrauen gegenüber anderen; Äußerungen oder Handlungen werden schnell als feindselig oder kränkend interpretiert.
  • Schizoide Persönlichkeitsstörung: Rückzug aus sozialen Kontakten, eingeschränkter emotionaler Ausdruck und ein starkes Bedürfnis nach Distanz.
  • Schizotypische Persönlichkeitsstörung: Eigentümliches Denken, Verhalten oder Auftreten; oft begleitet von sozialer Ängstlichkeit und ungewöhnlichen Wahrnehmungen.

Cluster B: „Dramatisch / Emotional / Launisch“

  • Borderline- / Emotional instabile Persönlichkeitsstörung: Starke Stimmungsschwankungen, emotionale Instabilität, Impulsivität, Angst vor dem Verlassenwerden und ein schwankendes Selbstbild.
  • Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Ausgeprägtes Bedürfnis nach Bewunderung, Empfindlichkeit gegenüber Kritik und Schwierigkeiten mit der Empathie, oft als Schutz vor tiefer Unsicherheit.
  • Histrionische Persönlichkeitsstörung: Starkes Bedürfnis, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, begleitet von theatralischem oder stark wechselndem Gefühlsausdruck.
  • Antisoziale Persönlichkeitsstörung: Wiederkehrendes Missachten von sozialen Normen, Rechten anderer und Regeln sowie eine erhöhte Impulsivität.

Cluster C: „Ängstlich / Furchtsam“

  • Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung: Ausgeprägte Gefühle von Minderwertigkeit, extreme Empfindlichkeit gegenüber Ablehnung und ein resultierender sozialer Rückzug.
  • Dependente (abhängige) Persönlichkeitsstörung: Übermäßiges Bedürfnis nach Fürsorge, große Mühe beim Treffen eigener Entscheidungen und Angst vor dem Alleinsein.
  • Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung: Übermäßiges Streben nach Perfektionismus, Kontrolle, Ordnung und Starrheit in eigenen Prinzipien.

Die Säulen meiner Behandlung bei Persönlichkeits­störungen

Die Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen erfordert eine integrative und langfristig angelegte Herangehensweise:

1. Psychoedukation & Beziehungsgestaltung

Wir erarbeiten gemeinsam ein Verständnis dafür, wie deine persönlichen Muster entstanden sind – oft als frühere Schutzmechanismen oder Anpassungen an belastende Lebenserfahrungen.

  • Verständnis: Erkennen von Auslösern (Triggern) und wiederkehrenden Beziehungsmustern.
  • Entlastung: Verstehen, dass die Verhaltensweisen veränderbare Muster sind und nicht ein unveränderbarer Kern deiner Persönlichkeit.

2. Schematherapie & Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

Wir identifizieren tieferliegende Grundüberzeugungen („Schemas“) und erlernen funktionierende Alternativen zu starren Verhaltensmustern.

  • Emotionsregulation: Bessere Wahrnehmung und Steuerung von intensiven Gefühlen wie Wut, Angst oder Scham.
  • Kognitive Umstrukturierung: Hinterfragen von Extremdenken (z. B. Schwarz-Weiß-Denken) und automatischen negativen Annahmen.

3. Ressourcenorientierung & Alltagsübertrag

Wir stärken deine gesunden Anteile und testen neue Verhaltensweisen schrittweise im geschützten Rahmen und in deinem Alltag.

Du bist unsicher, welches Angebot für dein Anliegen das Richtige ist? Melde dich gerne für ein persönliches Erstgespräch.

Ziele für deine Therapie bei Psymondo

Da jeder Mensch und jede Ausprägung einzigartig ist, variieren die konkreten Therapieziele individuell und können sehr vielfältig sein:

  • Emotionsregulation & Stabilität: Erlernen von Strategien zum Umgang mit intensiven oder schnell wechselnden Gefühlszuständen
  • Selbstwert & Identität: Aufbau eines stabilen Selbstbildes, Entwicklung von Selbstmitgefühl und Abbau von Selbstentwertung
  • Beziehungen & Interaktion: Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit, Aufbrechen von Konfliktmustern und das Setzen gesunder Grenzen
  • Flexibilität im Alltag: Abbau von starren Denk- und Verhaltensweisen zugunsten von mehr Anpassungsfähigkeit in herausfordernden Situationen
  • Potenziale & Selbstbestimmung: Eigene Bedürfnisse und Werte erkennen und ein aktives, selbstbestimmtes Leben aufbauen

Therapieansatz bei Psymondo

Bei Psymondo findest du einen vertrauensvollen und geschützten Rahmen, in dem du dich mit deinen persönlichen Themen auseinandersetzen kannst – frei von Bewertung oder Urteil. Die Veränderung langjähriger Muster braucht Zeit und Geduld. In der Therapie gehen wir diesen Weg Schritt für Schritt in deinem eigenen Tempo, um nachhaltige Klarheit und Stabilität zu erreichen.

Möchtest du den ersten Schritt machen oder hast Fragen zur Behandlung? Melde dich gerne für ein persönliches Erstgespräch.